Amazon Update der Woche

Was deutsche Amazon-Marken diese Woche wissen müssen

FBA, Seller Central, Amazon Ads und EU-Compliance – gefiltert auf Änderungen, die für Account Management und Wachstum wirklich relevant sind.

KW 34/2026 · 18. August 2026 Deutschland + EU 5 Minuten Lesezeit

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Amazon Update der Woche KW 34 2026

Diese Woche besonders wichtig: Die PPWR ist seit dem 12. August grundsätzlich in der EU anwendbar. Gleichzeitig startet Amazon am 20. August AWD in Deutschland und mehreren europäischen Kernmärkten. Dazu verändert Amazon Ads sein Reporting grundlegend.

Compliance · hohe Priorität

1. PPWR ist seit 12. August in der EU anwendbar

PPWR EU Verpackungsregeln

Die EU-Verpackungsverordnung PPWR gilt grundsätzlich seit dem 12. August 2026. Sie vereinheitlicht Regeln für Verpackungen und Verpackungsabfälle im Binnenmarkt und bringt neue Anforderungen an Verpackungsdesign, Wiederverwendung, Recyclingfähigkeit und weitere Compliance-Bereiche.

Warum das für Amazon-Marken relevant ist

Marken, die in mehreren EU-Ländern verkaufen, sollten Verpackungs- und EPR-Prozesse nicht nur aus deutscher Sicht betrachten. Das Thema gehört jetzt in einen europaweiten Compliance-Check.

Diese Woche prüfen

Registrierungen, Verpackungsverantwortung und Produktgruppen je EU-Markt dokumentieren. Bei Lebensmittelkontakt-Verpackungen zusätzlich PFAS-Anforderungen prüfen.

FBA · Chance

2. Amazon AWD startet am 20. August in Deutschland

Amazon AWD Lagerlogistik

Amazon führt Amazon Warehousing and Distribution (AWD) ab dem 20. August 2026 in Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien und dem Vereinigten Königreich ein.

Warum das interessant ist

AWD kann für Marken mit größeren Produktionschargen oder Importmengen eine zusätzliche Lagerstufe vor FBA werden. Damit verändert sich die Frage, wie viel Bestand direkt in FBA liegen muss und wann ein externes 3PL-Lager wirtschaftlicher ist.

Mein Ansatz

Nicht sofort den gesamten Bestand umstellen. Mit 1–3 planbaren ASINs testen und AWD inklusive Transfer- und Lagerkosten gegen das bestehende 3PL-/FBA-Modell rechnen.

Amazon Ads · vorbereiten

3. Unified Reporting wird zum neuen Reporting-Standard

Amazon Ads Unified Reporting

Amazon Ads hat Unified Reporting allgemein verfügbar gemacht. Kampagnen aus mehreren Accounts, Ländern und Ad-Produkten können zentral ausgewertet werden.

Wichtig: Die bisherigen Sponsored Ads Reports und Amazon DSP Reports sollen zum 31. Dezember 2026 abgeschaltet werden.

Warum das für Agenturen und Consultants wichtig ist

Eigene Reports, automatisierte Exporte und Analyse-Tools sollten frühzeitig auf die neue Struktur vorbereitet werden. Besonders bei Multi-Country-Accounts kann das Reporting dadurch deutlich sauberer werden.

Diese Woche testen

Bestehende Standardreports einmal in Unified Reporting nachbauen und prüfen, welche geplanten Reports oder Automationen vor Jahresende migriert werden müssen.

Account Manager Checklist

Was ich diese Woche bei Kunden prüfen würde

  • PPWR- und Verpackungs-Compliance pro aktivem EU-Markt erfassen.
  • Bei passenden FBA-Kunden AWD als Pilot für ausgewählte ASINs kalkulieren.
  • Unified Reporting im Ads-Account testen.
  • Geplante Sponsored-Ads-Reports dokumentieren und Migrationsbedarf festhalten.
  • Bei grenzüberschreitenden Accounts Lager-, VAT- und Gebührenlogik gemeinsam betrachten.
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