1. Amazon zieht die Prime-Kriterien für Deutschland an
Ab dem 7. September 2026 gelten in Deutschland strengere Mindestquoten für die Prime-Fähigkeit. Für Standard- und Niedrigpreisartikel steigt die Anforderung an die Ein-Tages-Zustellung von 10 auf 15 Prozent und an die Zwei-Tages-Zustellung von 45 auf 50 Prozent. Die 80-Prozent-Marke für die Vier-Tages-Zustellung bleibt unverändert.
Die Kriterien gelten gleichermaßen für Amazon Retail, FBA-Verkäufer und Selbstversender. Wer die Quoten verfehlt, riskiert die Prime-Fähigkeit einzelner Angebote – und damit Sichtbarkeit, Buy-Box-Anteil und Conversion ausgerechnet zum Start des Q4-Geschäfts.
Warum das für Amazon-Marken relevant ist
Gerade FBA-Marken werden an einer Liefergeschwindigkeit gemessen, die sie nur bedingt selbst steuern. Eine ungünstige Lagerverteilung oder eine späte Anlieferung kann die Prime-Quote drücken – mit direkter Wirkung auf Sichtbarkeit und Umsatz im wichtigsten Quartal.
Prime-Leistung je Versandart und Lager im Seller Central kontrollieren. Bei FBA die Bestandsverteilung auf mehrere Logistikzentren und rechtzeitige Anlieferung optimieren, bei Selbstversand Bearbeitungszeiten straffen und konsequent Amazon Buy Shipping nutzen.